Glücksgefühle

Glücksgefühle mit Zugabe

 

Die beiden Autoren Gabriele Littwin und Rolf Freiberger haben sich am 07.07.2018 im Garten von Galabau Wesser in Wesel vorgenommen, den 19 Besuchern Glücksgefühle zu vermitteln. Das ist Ihnen offensichtlich gut gelungen. Mit einer Vielzahl an Glücksbegriffen und einigen Zitaten haben sie zunächst die vielen Facetten des Glücks dargestellt. Der Tag hätte nicht günstiger sein können, wie die Gäste erfuhren. Es war der siebte Tag im siebten Monat, was doppeltes Glück bedeutete, denn die Sieben gilt in der westlichen Welt als Glückszahl. Außerdem bot der Platz mit seinem »Gartenglück« ein weiteres Glücksgefühl. Das Musikstück »Memories«, in dem es heißt »Berühre mich und du erkennst, was Glücklichsein bedeutet« forderte zu einer kollektiven Berührung auf. Mit einem Vortrag über den Glücksbegriff von Hermann Hesse und einer Beschreibung der leicht übersehenen Glücksempfindungen im täglichen Leben, die Gabriele Littwin in ihrem Gedicht »Glück« zum Ausdruck brachte, waren die Sinne geschärft für die folgenden Texte. Die Geschichte »Die Begegnung« über das große und das kleine Glück machte klar: Das große Glück ist nicht von Dauer.

 

Mit den Gedichten »Traum vom Baum« und »Klang des Lebens« aus der Feder von Rolf Freiberger wurde noch Mal auf das besondere Erleben der Natur und ihrem ständigen Untergang und dem Auferstehen nach dem Winter in neuer Pracht eingegangen.

 

Die Geschichte »Mordanklage« von Rolf Freiberger ließ Schlimmes ahnen und zeigte eine weitere Facette des Glücks auf. Die Zuhörer erfuhren Einiges über die weltweite Glücksstatistik und die Festschreibung des »gottgegebenen Rechts« auf Streben nach Glück in der amerikanischen Verfassung.

 

Nach der Pause wurden die Gäste mit dem eigens für diese Veranstaltung von Gabriele Littwin komponierten Musikstücks »Ein bisschen Glück« verwöhnt, dass sie auf der Gitarre begleitete. Der eingängige Refrain animierte die Zuhörer zum Mitsingen. Danach gab es Wissenswertes über das Küssen. 25 Gramm Schokolade sollen einen leidenschaftlichen Kuss ersetzen können. Die von Rolf Freiberger verfasste philosophische Betrachtung eines Himmelsgeschenkes führte zu spontanem Szenenapplaus.

 

»Der Schatzgräber« von Johann Wolfgang von Goethe setzte die Suche nach Glück in Szene. Es folgte eine Exkursion in die Wahrscheinlichkeit von Glücksspielen. Der Brief »Das Licht der Liebe«, das der 16-jährige Markus an seinen Schutzengel geschrieben hat, eröffnete eine weitere Perspektive.

 

Aus dem Buch Glückskind las Rolf Freiberger eine Passage vor, bevor mit dem Gedicht »Das wäre schön« von Heinz Erhardt sich das Ende der Lese-Show ankündigte. Als dann »Guten Abend, gute Nacht« erklang, sangen beglückte Zuhörer mit. Die Autoren durften sich aber nicht verabschieden. Es wurde gefordert, »Ein bisschen Glück« ein weiteres Mal erklingen zu lassen und alle sangen mit. Auch die beiden Autoren bekamen von den Gästen eine Menge Glücksgefühle zurück.