5,0 von 5 Sternen fantasievoll und tiefgründig
Claudia R.
1. Februar 2020
Format: Kindle Ausgabe
Klappentext:
404 ist die Nummer eines Krankenzimmers, eines Sterbezimmers. Hier liegt die 13-jährige Nele. Leukämie im Endstadium. Vielleicht darf sie noch zwei Wochen leben, wer weiß das schon. Ihre beste Freundin Lara will ihr die letzten Lebenstage verschönern und denkt sich gemeinsam mit ihrem Onkel Andreas einen ungewöhnlichen Plan aus. Nele soll sich in eine Silbermöwe verwandeln und aufregende Abenteuer erleben. Wird die Macht der Fantasie sie vergessen lassen, dass sie bald sterben muss? Lara und Andreas setzen alles daran, damit ihr Vorhaben gelingt. Doch wird Nele dem Zimmer 404 entfliehen können?
Cover:
Das Cover finde ich sehr gut umgesetzt. Es zeigt das Krankenzimmer mit der Nummer 404. Der Titel des Buches ist an der Krankentür angebracht und diese ist geöffnet in eine wunderschöne Canyon-Landschaft mit einem tolles Anblick. Auf einem Infusionsständer sieht man die verschiedenen Lösungen und eine Möwe macht sich auf den Weg aus dem Zimmer. Man kann sehr viel in dieses Cover hineindeuten. Es passt sehr gut zur Geschichte und es wurden dabei viele kleine Details beachtet.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, daher lässt es sich leicht und locker lesen.
Es gibt keine direkte Unterteilung in Kapitel, jedoch ist dennoch eine sehr gute Gliederung erkennbar. Neue Abschnitte werden durch große Anfangsbuchstaben abgegrenzt. Sehr schön finde ich auch das einbinden der Briefe und Gedichte. Dies hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die Gedichte sind zum Teil sehr berührend und emotional und geben dem Buch zusätzlich sehr viel Tiefe.
Mich hat dieses Buch sehr berührt. Es nimmt einen mit und die Emotionen und Gefühle werden sehr gut vermittelt.
In diesem Buch geht es um die 13jährige Neue, die an Leukämie im Endstadium erkrankt ist und im Krankenhaus im Zimmer 404 liegt und auf den Tod wartet. Jedoch setzt sie dem Gedanken ans Sterben ihre Kraft der Fantasie entgegen und verwandelt sich in eine Möwe, die rund um den Globus viele Abenteuer erlebt. Doch der Tod lässt sich nicht durch Gedanken vertreiben, oder doch? Wird sie es schaffen und was erlebt sie auf ihren Fantasiereisen? Zu viel sei aber an dieser Stelle nicht verraten, sondern sollte selbst gelesen werden.
Die Charaktere sind sehr sympathisch und der Schreibstil ist sehr berührend und emotional. Man kann sich gut in die Situationen und Handlungen hineinversetzen und die Stimmungen nachempfinden. Ein trauriges und berührendes Thema, das mit sehr viel Fingerspitzengefühl angegangen wird.
Mir hat die Erzählweise und die vermittelte Stimmung sehr gut gefallen und mich tief berührt. Sehr schön fand ich auch die Briefe von Nele und die Gedichte, die zum Teil fast schon philosophisch waren und zum Nachdenken angeregt haben. Die Gedichte und Briefe werden auch optisch, durch eine andere Schriftweise, deutlich hervorgehoben. Durch Verwendung einer Schriftart, die der Schreibschrift ähnelt, wurden die Gedichte und Briefe hervorgehoben. Dies hat mir sehr gut gefallen. Auch wurde die Möwe als Symbol und auch als kleine Zeichnung ab und an eingebunden. Diese tollen kleinen Extras und Stilmittel fand ich sehr gut gelungen und haben das Buch sehr gut abgerundet.
Dieses Buch beschäftigt sich mit dem Thema Tag und ist kein einfacher Roman, von dem man sich einfach berieseln lässt, sondern dieser geht sehr tief und regt zum Nachdenken an. Er ist wunderschön gestaltet und sehr gut ausgearbeitet. Mir hat dies sehr gut gefallen. Daher kann ich ihn empfehlen, auch wenn es sicherlich keine Geschichte für Jedermann ist.
Fazit:
Das traurige Thema Leukämie bei der 13jährigen Nele steht hier im Vordergrund und wird hier sehr fantasievoll und teils auch philosophisch und tiefgründig behandelt.

Wonderland
Rezension aus Deutschland vom 20. Februar 2020
Dieses Buch ging mir sehr nah. Es geht um Nele, deren Leben dazu verdammt ist zu sterben. Keiner kann genau sagen wie lange sie noch hat, aber sicher ist, dass sie sterben wird. Ihre beste Freundin will es ihr aber noch so schön wie möglich machen. Sie überlegt sich Dinge die sie noch erleben könnten. Aber wird Nele je das Zimmer 404 vergessen können nur mal um sich treiben zu lassen?

Mir gefiel das Buch sehr gut und habe es jetzt erst 3 mal gelesen. Es ist emotional und lässt einen nachdenken.

Ich hab mich wohl gefühlt beim Lesen und zu keinen Moment war es mir unangenehm.

Ich kann es NUR EMPFEHLEN.

5 von 5 Sternen auf Amazon

Karina

Glaube kann Berge versetzen Rezension aus Deutschland vom 26. Mai 2020

Harte Thematik, Kinder mit Krebs, Kinder die in der Endphase sind, und nur noch aufs Sterben warten. Auch Nele ist kurz vor ihrem letzten Weg, und dann beginnt für sie und ihre Freundin ein spannendes Abenteuer. Sehr emotional, sehr tiefgründig und trotzdem mit dem passenden Humor. Nele hat sich bereits aufgegeben, bis sie merkt, dass sie leben will... Man weiß nicht ist es die neue Medikation, ist es ihre Freundin und Andreas oder der Glaube an das Gute. Man weiß es nicht, aber es ist super toll zum Mitverfolgen, wie sich Nele zurück kämpft... Sehr emotional, da man auch Tagebucheinträge und Gedichte von Nele zu lesen bekommt...

Rezension von www.leserkanone.de vom 05.08.2017

 

Die titelgebende Nummer 404 kennzeichnet die Tür eines Krankenzimmers, in der ein dreizehnjähriges Mädchen - Nele mit Namen - mit Leukämie im Endstadium liegt und auf den Tod wartet. Dem Gedanken an das Sterben soll die Kraft der Fantastie entgegentreten, und so verwandelt sich Nele in eine Silbermöwe, die rund um den Globus spektakuläre Abenteuer erlebt. Doch der Tod lässt sich nicht durch Gedanken vertreiben, das Ende bleibt weiter immer präsent. Und es droht besonders schnell zu kommen.

Normalerweise versuchen wir in unseren Buchbesprechungen den bloßen Unterhaltungsfaktor des jeweiligen Buchs zu erörtern, doch diese Herangehensweise verbietet sich bei einer Geschichte über ein im Sterben befindlichen Mädchen zwangsläufig. Unterhaltsam ist »404« nicht, und das will es auch nicht sein - »404« ist ein Roman über das Sterben, der ein Appell an das Leben ist, so widersinnig sich das vielleicht anhört. Freiberger versucht das Abstrakte des Todes zu normalisieren, versucht Sinn in dem Moment zu finden, in dem vieles eigentlich völlig sinnlos erscheint. Womit er sich selbst ein hehres Ziel gesteckt hat, bei dem es zwangsläufig ist, dass er nicht die ganze Strecke im Alleingang schaffen, sondern nur einen Beitrag leisten kann. Das gelingt ihm allerdings vorzüglich, »404« pirscht sich auf eine sehr ungewöhnliche Weise an das Sterbethema heran und schafft es durch kluge Gedanken, durch ungewöhnliche Ideen und durch ausgefallene Gespräche, das rote Tuch ein wenig beiseite zu ziehen. Und ganz nebenbei wird auch noch eine lesenswerte Geschichte erzählt.

 

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Immer wieder eine große Freude, für Kinder zu lesen. In Drevenack sind 15 Kinder mit mir auf eine ganz besondere Reise gegangen. Eine kleine Aufmunterung in der Adventszeit.